PROGRAMMÜBERSICHT


Freitag, 7. Juli 2017
Das Festival beginnt mit einem Panel zur Vernetzung von Frauen* in elektronischer Musik.
Anschließend werden die Video-Installationen von Zorka Wollny und Noa Gur eröffnet.
Der erste Teil des Konzertabends vermittelt einen Einblick in die aktuelle polnische Musik. Den Auftakt bildet Jagoda Szmytkas „Gameboy“, ein Spiel beständiger Transformation. Als Hommage an Elżbieta Sikora präsentieren wir drei ihrer Kompositionen für Klavier und Elektronik. Wie Szmytka kombiniert auch Katarina Glowicka in „Sun Spot“ Musik und Video.
Die Achtkanal-Computermusik „Tolkowsky’s Refraction“ der österreichischen Musikerin Electric Indigo ist ein Auftragswerk des Festivals und basiert auf Tolkowskys Modell für den idealen Diamantenschliff. Mit Pilocka Krachs „Sugar Cane“ erklingt zum Abschluss des Abends „pure electro post rave simplicity”.

Samstag, 8. Juli 2017
Das Panel bietet Gelegenheit, einige der am Festival beteiligten polnischen Komponistinnen und ihre Arbeitsweise genauer kennenzulernen.
Die Kompositionen im Konzert des Ensemble Mosaik verbinden Instrumentalklänge mit elektronischen Klängen. Darunter sind zwei Uraufführungen: Sometimes II von Iris ter Schiphorst, das zweite Auftragswerk des Festivals, und „Yiríya áiteiyá” von Marisol Jiménez.
Joanna Wozny spielt in „Like little … sunderings“ mit Bezügen zu Becketts „Happy Days“. Lisa Streich konfrontiert in „Zucker“ eine spielerische Mechanik mit der österlichen Auferstehungsidee. Oxana Omelchuk neue Fassung ihres Stücks „Staahaadler Aff“ beruht auf Samples aus Spielautomaten und Drumcomputern.
Den Abend beschließt Heidi Mortenson mit ihrer Performance „Tid“ für Live-Elektronik.

Sonntag, 9. Juli 2017
Das Panel des letzten Abends diskutiert das neurowissenschaftliche Embodiment als Interpretationsansatz für die elektronische Musik.
Im Konzert zeigen fünf Performerinnen die aktuelle Vielfalt der Live-Elektronik. Chras Performance „On a Fateful Morning“ evoziert mit tieffrequenten Sinuswellen außergewöhnliche und extreme Situationen. Alessandra Eramo kombiniert in ihrer Performance „Sued“ Stimme und Elektronik. hiTHər’too präsentiert mit “ttsb within” die aktuelle Version ihres experimentellen Techno-Projekts. In ihrer Vierkanalkomposition „Cantata profana“ (UA) transformiert Heidrun Schramm Aufnahmen von Liedern unterschiedlicher Herkunft zu einer neuen Komposition. Zu Jasmine Guffonds mikroskopischer Studie „Traced“ über elektroakustische Phänomene zeigt Ilan Katin Live-Visuals.

Unabhängig von den Abendveranstaltungen können Video-Installation, Video-Portraits und Sound-Bar während des ganzen Festivals besucht werden.